Warum die Preise für RAM und SSD im Jahr 2025 steigen
Wie der KI-Boom den Speichermarkt verändert: Erfahren Sie, warum die Kosten für Arbeitsspeicher und SSDs aufgrund der KI-gesteuerten Ressourcenverlagerung steigen.
Wie der KI-Boom den Speichermarkt neu gestaltet
Wenn Sie die Preise für RAM oder SSDs im Jahr 2025 verfolgt haben, ist Ihnen vielleicht etwas Ungewöhnliches aufgefallen. Anstatt ihren langfristigen Rückgang fortzusetzen, sind viele SSD- und Speicherprodukte teurer und schwerer zu finden geworden. Diese Entwicklung ist kein Zufall.
Die rasante Expansion der künstlichen Intelligenz verändert grundlegend, wie Arbeitsspeicher und Massenspeicher produziert, verteilt und bepreist werden. Dieser Artikel erklärt, was den aktuellen Mangel antreibt, warum sowohl RAM als auch SSDs betroffen sind und was Verbraucher in Zukunft erwarten können.
Die KI-Industrie treibt eine beispiellose Speichernachfrage an
Moderne KI-Workloads erfordern enorme Mengen an Speicher. Das Training und der Betrieb von großen Sprachmodellen, Bildgeneratoren und Datenanalysesystemen hängen stark von schnellem DRAM, High-Bandwidth-Memory (HBM) und großflächigen SSD-Speichern ab.
Große Technologieunternehmen wie Microsoft, Google, Meta und OpenAI investieren Milliarden in neue Rechenzentren, die mit GPUs und spezialisierten Beschleunigern gefüllt sind. Diese Systeme verbrauchen pro Knoten weitaus mehr Speicher als herkömmliche Server.
Konsumentenspeicher ist zweitrangig geworden
Ein klares Signal für diesen Wandel kam von Micron Technology. Das Unternehmen kündigte Pläne an, seine auf Endverbraucher ausgerichtete Marke Crucial bis Anfang 2026 auslaufen zu lassen, um die Produktionskapazitäten auf margenstärkere KI- und Rechenzentrumsspeicher umzuleiten.
Diese Neuzuweisung bedeutet, dass im Vergleich zu den Vorjahren weniger DDR4-, DDR5- und Consumer-SSD-Produkte hergestellt werden. Selbst wenn die Nachfrage der Verbraucher stabil bleibt, treiben Lieferengpässe die Preise nach oben.
RAM-Preise steigen auf breiter Front
Die DRAM-Preise sind seit Ende 2024 deutlich gestiegen. DDR5-Kits, insbesondere Konfigurationen mit höherer Kapazität wie 32 GB und 64 GB, verzeichneten merkliche Preiserhöhungen und zeitweilige Verfügbarkeitsprobleme.
Marktanalysten berichten, dass die DRAM-Fertigungskapazitäten zunehmend für KI-bezogene Speicher wie HBM reserviert werden, wodurch weniger Volumen für den Mainstream-PC-Speicher übrig bleibt. Für die Verbraucher übersetzt sich dies direkt in höhere Preise und weniger Schnäppchen.
SSD-Preise stehen ebenfalls unter Druck
Die gleichen strukturellen Probleme betreffen NAND-Flash, die Kernkomponente von SSDs. Die Preise für NAND-Wafer sind nach vorherigen Tiefstständen dramatisch angestiegen und haben den Abwärtstrend der Preise umgekehrt, an den sich die Verbraucher gewöhnt hatten.
Laut Brancheninterviews werden diese höheren Produktionskosten bereits an die SSD-Preise weitergegeben und werden voraussichtlich bis 2025 und 2026 bestehen bleiben. Dies betrifft sowohl Einsteiger-SATA-SSDs als auch Hochleistungs-NVMe-Laufwerke.
Auch Enterprise-Speicher ist betroffen
Während SSDs heute die meisten Consumer-Systeme dominieren, ist auch der breitere Speichermarkt betroffen. Rechenzentren verbrauchen massive Mengen sowohl an Enterprise-SSDs als auch an herkömmlichem Speicher, und die steigende Nachfrage hat zu Lieferengpässen in allen Segmenten geführt.
Berichte aus dem europäischen Speichermarkt deuten auf Lieferverzögerungen und steigende Preise für Speicherprodukte als Teil des breiteren Ungleichgewichts bei Arbeitsspeicher und Massenspeicher hin.
Sollten Sie jetzt aufrüsten?
Viele Analysten sind der Meinung, dass das Warten auf sinkende Preise in der aktuellen Situation nicht die beste Strategie ist. Da sich die Investitionen in die KI-Infrastruktur weiter beschleunigen, wird erwartet, dass das Angebot an Speicher begrenzt bleibt.
Wenn Sie zusätzlichen RAM oder Speicher für Produktivität, Entwicklung oder Gaming benötigen, kann ein baldiges Upgrade helfen, weitere Preissteigerungen zu vermeiden.
Ein struktureller Wandel im Speichermarkt
Was die aktuelle Situation von vergangenen Preiszyklen unterscheidet, ist ihre strukturelle Natur. Dies ist keine kurzfristige Korrektur eines Überangebots. Es handelt sich um eine langfristige Neupriorisierung der Speicherproduktion, die durch künstliche Intelligenz vorangetrieben wird.
Branchenexperten warnen davor, dass die Preise für Consumer-Hardware für mehrere Jahre volatil bleiben könnten, da die Hersteller weiterhin Enterprise- und KI-Kunden bevorzugen.
Abschließende Gedanken
Die steigenden Preise für RAM und SSDs im Jahr 2025 sind das Ergebnis einer globalen Verschiebung bei der Zuweisung von Speicherkapazitäten. Künstliche Intelligenz ist zur dominierenden Kraft geworden, die den Massenspeicher- und Arbeitsspeichermarkt prägt.
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Quellen & Referenzen
- [1]https://www.theverge.com/news/847344/micron-ram-memory-shortage-2026-earnings
- [2]https://meyka.com/blog/how-micron-halts-consumer-memory-sales-amid-rising-ai-chip-demand-2512
- [3]https://www.speicherguide.de/storage/dram-wird-zur-mangelware-wie-der-ki-boom-ram-ssds-verteuert-26892.html
- [4]https://www.tomshardware.com/pc-components/ram/dont-wait-if-youre-planning-to-upgrade-your-ram-or-ssd-kingston-rep-warns-says-prices-will-continue-to-go-up-nand-costs-up-246-percent
- [5]https://www.connect.de/news/festplatte-preise-hdd-krise-speicherkrise-3211508.html